Projekt Beschreibung

"Nachhaltigkeit"                                                    mit erneuerbarer Energie & Ausbildung



Bedürfnis im Partnerland - Demokratische Republik Kongo, DRC

Das Zentrum ‚Tala Mosika‘ wurde in den letzten 4 Jahren durch den Verein ‚River of Hope‘ mit vielen Einzelprojekten errichtet. In diesem Zentrum wird sozial und materiell benachteiligten kongolesischen Kindern und Jugendlichen eine hochwertige, ganzheitliche Ausbildung auf Basis nationaler Standards angeboten, die sie befähigt, einen Beruf zu erlernen bzw. weiterführende Schulen zu besuchen. Sie sollen als junge Erwachsene eigenständige, informierte und effektive Lebens- und Berufsentscheidung treffen können und sich und ihre Familien aus dem Kreislauf von Armut und Benachteiligung befreien. Nebst der eigentlichen Schule und den Unterkünften von Lehrern werden eine Krankenstation, eine Gemeinschaftsküche mit Speisesaal und ein Nähatelier mit Analphabetinnen Programm für Frauen betrieben. Zudem sichern wir mit dem Agrikulturprojekt die Selbstversorgung und generieren ein Einkommen mit der Kooperative. Mit einer Tiefbohrung gelangt man an das Grundwasser. Dieses wird mit einer Pumpstation gefördert und versorgt das Zentrum mit Trinkwasser in guter Qualität und mit ausreichendem Volumen. 

 

Die Grundstufe der Schule ist seit 2014 in Betrieb und hat seit 2017 die staatlichen Anerkennung. Der Aufbau einer sechsjährigen Oberstufe ist bereits angelaufen und wir haben über die ersten 3 Jahre 70 Schüler (Total 330 Schüler inkl Primarschule). Diese wird eine Berufsausbildung miteinschliessen. Mehrere Berufsrichtungen werden anvisiert, darunter auch derjenige von Elektrikern, die sich mit Planung, Installation und Wartung von Photovoltaik (PV-) Anlagen auskennen werden. Die Schule wird als Internat betrieben, sodass es auch möglich ist Schüler aus weit entfernten Orten in der DR Kongo auszubilden (nationale Ausstrahlung). Nebst der Erweiterung der Schule um zwei Klassenzimmer wird auch ein Atelier eingerichtet werden, in dem die Schüler praktisch ausgebildet werden.

 

Als wichtiges Lern- und Anschauungsobjekt soll eine grössere PV- Anlage mit Batterie-Speichern installiert werden, die den Strom in ein Inselnetz einspeist, welches das ganze Zentrum mit Elektrizität versorgen wird.

Ausgebildete PV- Elektriker mit einem bestandenen Staatsexamen erhalten die wertvolle Chance sich selbständig zu machen oder eine tertiäre Ausbildung (Universität, Technikerschule) anzutreten.

 

Unser Ziel ist es mit einem mikro-ökonomischen Ansatz die Wirtschaft anzukurbeln, damit die Familien ein Einkommen haben und somit eine Zukunftsperspektive. Die geplante PV- Anlage ist ein Initialprojekt, mit dem diese Technologie in der Region mit ca. 500 Familien eingeführt und verbreitet werden soll. 

Diese Anlage ist zudem die Basis, um weiter gehende Projekte (Mango-, Guaveund Papaya- Trocknung mit anschliessendem Produktevertrieb im In- und Ausland) überhaupt angehen zu können.

 

Projektinhalt

Die Finanzierung der oben erwähnten PV- Anlagenist, zusammen mit dem Ausbau der Schule (sekundäre Oberstufe für einfache Berufsqualifikation) des Zentrums ‚Tala Mosika‘ Gegenstand dieses Antrags.

Aufgrund der benötigten Elektro- Energie des Zentrums wurde ermittelt, wie gross die geeigneten PV- Anlagen für ein Stromnetz und den Betrieb der Grundwasserpumpen sein müsste. Ferner wurde die geeignete Technologie zur Realisierung des Projekts inkl. des geplanten Ausbaus der Schule bestimmt. Daraus ergab sich der erforderliche Finanzbedarf für die Realisierung des Schulausbaus, inkl. Lehrgangerstellung, und den Aufbau der ganzen Elektrizitätsversorgungs- Anlage: Er liegt bei (US-) $ 213‘000.—.

 

Schulausbau:

Gleichzeitig mit dem Aufbau der Elektrizitätsversorgungs- Anlage wird die Sekundarstufe mit Berufsausbildung der Schule des Zentrums ‚Tala Mosika‘ soweit aufgebaut sein, dass Schüler eine Ausbildung als Elektriker mit Schwerpunkt Photo-Voltaik aufnehmen können. Die Schweizer Botschaft ist seit Beginn über unser Projekt informiert, da Sie auch seit ca 30 Jahren die Berufsschule EPBROBA unterstützen.

 

Absolventen der gut etablierten Berufsakademie EPROBA haben sehr gute Chancen für eine universitäre Weiterbildung oder für eine Beschäftigung als gut ausgebildete selbständige Fachkräfte. Der Staat ist interessiert weitere Schulen an diesem Ausbildungslehrgang teilhaben zu lassen. EPROBA ist als Tagesschule organisiert. Unsere Schule des Zentrums ‚Tala Mosika‘ funktioniert als Internat. Daher ergänzt sich das Angebot der beiden Schulen, und ermöglichen es damit auch Schülern, die aus anderen Städten kommen, eine Ausbildung auf dem Gebiet der Photovoltaik zu absolvieren.

 

Vorgehen bei der Projekt- Umsetzung

Sobald die Finanzierung von Schulaufbau und PV- Anlage geklärt ist, sollen konkrete Lehrgänge geplant und der Ausbau der Schule vorangetrieben werden. Für den Kursaufbau und die Realisierung des Lehrgangs für PV- Elektriker wird eine enge Zusammenarbeit mit EPROBA angestrebt. „EPPROBA“ hat uns bereits geeignete Angebote zum Bau der PV- Anlage abgegeben. Bei der Realisierung der Anlage sollen die zukünftigen Lehrer des Berufslehrgangs mit einbezogen werden. Sie sollen also konkret mitarbeiten beim Bau und Inbetriebnahme von Netz und PV- Anlage. Damit können sie ihre Berufserfahrung vertiefen.

 

Die interstaatliche Hochschule für Technik Buchs NTB, Institut für Energiesysteme IES (http://institute.ntb.ch/ies/zusammenarbeit.html), hat River of Hope seit Beginn unterstützt und wird die technische Begleitung beim Kursaufbau sowie bei Planung und Ausführung der Stromversorgung für das Zentrum übernehmen. Eine derartige Partnerschaft bietet sich an, da das Institut IES seit Jahren auf dem Gebiet der Photovoltaik angewandt Forschung und Entwicklung betreibt und auch über entsprechende Erfahrung im Bau von Anlagen verfügt. Auch auf dem Gebiet der Ausbildung von PV- Solartechnikern kann die NTB ihre Erfahrung einbringen. Derartige Kurse werden vom Institut IES seit 2007 angeboten (http://studium.ntb.ch/master/master-of-advanced-studies-mas-energiesysteme/